Im Jahre 1912 kurz vor dem ersten Weltkrieg wurde die heutige Fa. Assel von Venanz Assel gegründet.

Trotz des ersten Weltkrieges schaffte es Venanz Assel, den Betrieb aufrecht zu erhalten und den Betrieb weiterzuführen. Im Jahre 1934 übergab Venanz Assel die Firma an seinen Sohn Leopold Assel, der wohl kein Maurer sondern vielmehr Bildhauer war. So ergab es sich, dass man ab nun auch Bildstöcke und Grabsteine in eigener Produktion herstellte.

Mit Beginn des zweiten Weltkrieges im Jahre 1939 musste der Maurerbetrieb eingestellt werden, da Leopold Assel zur Wehrmacht eingezogen wurde und anschließend in Kriegsgefangenschaft geriet. Nach Rückkehr aus der Gefangenschaft im Jahre 1947, wurde der Betrieb wieder aufgenommen, jedoch erkrankte Leopold Assel an den Folgen der Gefangenschaft schwer und verstarb im Jahre 1949. Zu diesem Zeitpunkt war sein Sohn Franz Assel gerade neun Jahre alt und ein Ende des Maurerbetriebes zeichnete sich ab.

Aus der Not heraus übernahm der Bruder, Maurermeister Alois Assel, 1950 den Maurerbetrieb, um die Arbeitsplätze der mittlerweile 30-40 Angestellten zu sichern. Dieser führte die Firma bis 1963, als auch er plötzlich verstarb. Leider wurde das Unternehmen in dieser Zeit hoch verschuldet und eine fast unlösbare Aufgabe stand vor seinem Neffen Franz Assel. Nun war die Schaffenskraft von Franz Assel gefragt, der mit 23 Jahren ohne Meistertitel und jegliche Hilfe den Betrieb weiterführen musste und auch wollte. Mit vielen Abend und Wochenendstunden während des laufenden Tagesgeschäftes legte Franz Assel im Jahre 1965 die Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Kassel erfolgreich ab. Um den Betrieb wieder zu sanieren, wurde das Personal von 40 auf 5 Mitarbeiter abgebaut und der Hochbaubetrieb eingestellt. Tatkräftige Unterstützung erhielt er von seiner Frau Sonja Assel, welche sämtliche Büroarbeiten übernahm und die finanziellen Geschicke der Firma leitete. Von diesem Zeitpunkt an spezialisierte sich das Unternehmen auf die Ausführung von Innen- und Außenputzarbeiten sowie kleinere Umbauarbeiten und sah so wieder besseren Zeiten entgegen.

Im Zuge des Neubaus der Umgehungsstraße B278 im Jahre 1981 wurde mit dem Bau der neuen Lagerhalle begonnen und diese im Jahre 1984 fertiggestellt. 

Erst als der heutige Firmeninhaber, sein Sohn Thorsten Assel, 1990 nach erfolgreicher Gesellenprüfung im väterlichen Betrieb mitarbeitete, wurden wieder verstärkt Hochbauarbeiten ausgeführt und die Mitarbeiterzahl sowie Maschinenausrüstung und Fuhrpark erweitert.

1994 erlangte Thorsten Assel den Meistertitel. Vater und Sohn arbeiteten nun hand in hand, bis Franz Assel im Jahr 2000 den Betrieb an seinen Sohn Thorsten Assel übergab und in den verdienten Ruhestand ging.

Seit dem führt Thorsten Assel die Fa. Franz Assel Bauunternehmen GmbH in der vierten Generation und beschäftigt 15 Mitarbeiter.

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